Raster

Ein Punkt auf einem Papier oder auf einem anderen Material kann entweder mit oder ohne Farbe bedruckt werden. Somit sind eigentlich nur Volltöne möglich und Halbtöne für Helligkeitsunterschiede ausgeschlossen. Dieses Problem lässt sich aber mit einem Raster bzw. einer Rasterung lösen.

Es gibt drei verschiedene Raster, die wir Ihnen im Folgenden kurz vorstellen:

  • AM-Raster (amplitudenmodulierte Raster): Bestehen aus kompakten Rasterpunkten, die in gleichen Abständen angeordnet sind. Mit zunehmendem Tonwert werden die einzelnen Punkte bzw. deren "Amplitude" größer, während die Rasterperiode und damit die Rasterfrequenz (Rasterweite) unverändert bleiben.

  • FM-Raster (frequenzmodulierte Raster): Bestehen aus vielen, kleinen Rasterpunkten, die fein verteilt sind. Mit zunehmendem Tonwert steigt die Zahl der Punkte, bis sie sich bei zunehmender Flächendeckung gegenseitig berühren und zusammenwachsen. Hierbei wird die Rasterfrequenz verändert.

  • XM-Raster (Hybrid-Raster): Kombination aus AM- und FM-Raster, welches in unserer Druckerei zum Einsatz kommt.

Die Rasterpunkte können dabei verschiedene Formen haben:

  • Elliptische Rasterpunkte
  • Rund-quadratische Rasterpunkte
  • Runde Rasterpunkte (die wir verwenden und die ruhiger wirken sowie bessere Ergebnisse liefern)

Im Offsetdruck verwenden wir ein in Deutschland einmaliges 160er-Raster. Das bedeutet, dass auf 1 cm² 160 x 160 Bildpunkte aufgetragen werden, was umgerechnet ins englische Maß etwas mehr als 400 dpi (160 x 2,54 dots per inch) entspricht. Im Digitaldruck verwenden wir dagegen das im Offsetdruck branchenübliche 70er- bis 80er-Raster.


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